Götter und Wissenschaft

Götter und die Wissenschaft

Wie hieß es bei den Evangelisten doch gleich: Es gibt einen Gott. Dieser hat den Menschen erschaffen (warum er dies tat, ob aus Langeweile, eher zufällig oder mit gutem Grund sollten wir nicht zu fragen vergessen). Da er nichts erschaffen kann, das er nicht kennt, hat er also eine Art Spiegelbild von sich selbst konstruiert. Der Mensch wandelt scheinbar auf der Erde, um seinem Schöpfer zuzuarbeiten, seinen Willen zu vollziehen…

Einige Menschen deuten diese Erkenntnis so extrem, dass Sie sogar so weit gehen, andere Menschen zu töten, die nicht so klug sind an diesen Zusammenhang zu glauben. Man beruft sich hier auf ein sehr altes Buch, welches alle nötigen Regeln enthält. Nicht ganz eindeutig ist dieses Reglement, aber sicherlich häufig im Sinne der Meisten, – denn dieses Buch verspricht bei entsprechender Verhaltensweise ein glückliches Lebensgefühl.

Global betrachtet lässt sich finden, dass die klassischen Christen sogar die Mayas, Inkas, Azteken, Maoris, Römer, Griechen, Ägypter, Türken und alle Anderen Gedankengemeinschaften inhaltlich das Gleiche aussagen, wie eingangs erwähnt: Der Mensch ist nicht die höchste Kreatur, die existiert. Es gibt ein Wesen (eine Wesenheit), das die Menschen erschaffen hat. Die Aufgabe des Menschen ist es, den Willen seines Schöpfers zu erkennen und danach zu handeln. Zuwiderhandlung wird bestraft, zum Beispiel durch Sintflut, Gewitter, Sonnenfinsternis, Krankheit, Heuschreckenplage und so weiter. Zumeist gibt es verschiedene Instanzen und Übermittler zwischen dem sogenannten Gott und seinen Menschen. Verschiedene Gottheiten oder Heiligkeiten sind für unterschiedliche Lebensbereiche zuständig (für Familie, Krieg, Ernte, Liebe, Vergebung, etc.). Jeder Glauben beinhaltet allerdings auch immer den Aspekt, dass alle anderen Interpretationen eines Geschehens Ursache von falscher Deutung sind. Oft wird ein anders Denkender, als von bösen Mächten beeinflusst deklariert und somit sein ambivalentes Verhalten erklärbar. Diese Erklärung ist auch nötig,  denn eigentlich dürfte es keine Andersdenkenden geben, weil die einzelne Religion schließlich als absolut gültig angenommen wird (also für jedes Lebewesen gültig ist).
Als die Meisten noch in Lehmhütten lebten und noch sehr wilde (animalische) Sitten herrschten, hat es die Menschheit tatsächlich geschafft, extrem weitreichende und geschickte Erklärungen für ihre Umweltveränderungen zu finden. Die diversen Bücher über Götter sind wirklich erstaunliche Werke, gemessen an den damaligen Verhältnissen. Es ist zwar mittlerweile allgemein bekannt, dass es einen eher elliptischen Erdkörper gibt, der aufgrund von Gravitation um eine von vielen Sonnen, in einer von vielen Galaxien kreist, aber immer noch berufen sich viele Erdenmenschen auf die Inhalte von Büchern bzw. Überlieferungen, die derartige Zusammenhänge verleugnen oder diese einer uns beherrschenden Macht unterordnen. Es ist streng genommen keine Fehldeutung, denn ob ich nun Sonne oder Sonnengott zu einem Phänomen sage, ändert dies nichts an der Tatsache, dass durch die Sonnenstrahlen pflanzliches Leben gedeiht. Falsch wird diese Beschreibung erst dann, wenn erkannt wird, dass es bestimmte Energieemissionen von einem heißen Materiekörper sind, die den klassischen Effekt der Photosynthese auslösen, wenn sie auf eine biogene Masse bestimmter chemischer Konstellation trifft (eben auf die eben genannten Pflanzen). Das ist nichts ungewöhnliches, wenn man einmal die ganze Milchstraße oder mehr betrachtet. Es mutet allerdings ein wenig wie eine Komödie an, wenn Menschen anfangen eine fiktive Intelligenz zu bitten, die Wärmestrahlung der Sonne so zu regulieren, dass es eine gute Ernte gibt (Diese Handlung verändert in keiner Weise die Abstrahlung von Photonenenergie der Sonne). Es ist, denke ich, an der Zeit, die Angst vor einem strafenden Gott zu überwinden und der heutigen Realität ins Angesicht zu schauen.

Neben diesen Religionen haben sich in der Neuzeit Gedankengebäude etabliert, die zwar auch noch von einer überirdischen Gestalt (Wesenheit) träumen, die aber ansonsten den Erkenntnissen der Wissenschaften Vorrang einräumen, die ein intelligenter Mensch einfach nicht verleugnen kann. Esoterik, Anthroposophie (R. Steiner) u. a. haben es geschafft, ein derart komplexes und in sich logisches Konzept zu entwickeln, dass es ähnlich ist, wie zu den Zeiten, als die Bibeln geschrieben wurden. Nur noch Wenige sind in der Lage einen Überblick zu behalten und den geschickten rhetorischen Mitteln und psychologischen Fußangeln zu entrinnen. In den oben aufgeführten Gedankengebäuden werden viele moderne Erkenntnisse mit allgemein anerkannten Werten kombiniert und dann kommen wir auch hier an den Punkt, an dem es nötig wird, denen, die all dies bereits durchschaut haben, Glauben zu schenken, dass es eine logische Konsequenz ist, dass es zum Beispiel einen Astralkörper oder Gottheiten (Wesenheiten) in anderen Dimensionen gibt. Daher habe ich für mich entschieden, mich von den Theorien und Thesen der Naturwissenschaften und Grenzwissenschaften bereichern zu lassen, meiner inneren Führung zu folgen, was die Inhalte angehen, und die Dinge durch Ausprobieren selbst zu erfahren. Denn was nützt die schönste These, wenn sie in meinem Leben nicht anwendbar ist?